Gesundheit, Wellness, Medizin

Neue Forschungsergebnisse machen Hoffnung auf eine Behandlung von Alzheimer. Wissenschaftler um Sascha Weggen und Edward Koo von der University of California, San Diego, fanden heraus, dass eine Klasse von entzündungshemmenden Medikamenten die Symptome von Alzheimer bei Mäusen reduzieren. Die Forscher hoffen nun, mit den Substanzen auch Menschen helfen zu können. Die Studie erscheint diese Woche in Nature.

Schon in der Vergangenheit beobachteten Wissenschaftler bei einigen Alzheimer – Patienten eine Reduktion typischer Alzheimer – Symptome durch bestimmte Entzündungshemmer. Diese Medikamente werden nach ihrer Wirkung und chemischen Struktur NSAIDs (non – steroidal anti – inflammatory drugs) genannt. Wieso einige der Mittel Alzheimer beeinflussen, war bislang unbekannt. Einige NSAIDs, wie Aspirin, zeigen keine Wirkung. Andere, wie Ibuprofen, wirken aber nur in sehr hohen, fast giftigen, Dosen.

Weggen und Kollegen zeigten nun, dass die Medikamente die Bildung der schädlichen Alzheimer – Plaques in den Gehirnen der Versuchstiere hemmt. Die Hemmung der Plaques scheint nicht von den antientzündlichen Eigenschaften der Medikamente abzuhängen. Vielmehr wirken einige der Medikamente direkt auf die Bildung eines Proteins, dem sogenannten A – Beta – Peptid (Beta – Amyloid – Peptid) 42, das an der Entstehung der Plaques massgeblich beteiligt ist. Dies ist auch der Grund für die unterschiedliche Wirkung der NSAIDs: Die Medikamente greifen in die Produktion des A – Beta – Peptid 42 ein und verhindern so die Entstehung neuer Alzheimer – Plaques im Gehirn. Aspirin, beispielsweise, greift in diesen Prozess nicht ein.

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