Gesundheit, Wellness, Medizin

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der an der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) Leidenden weiter stark zugenommen. Dies betrifft vor allem den mit Altersdiabetes bezeichneten Typ 2. Zurückzuführen ist dies zum einen auf die inzwischen verstärkte Sensibilisierung vieler Menschen, Krankheitserscheinungen frühzeitig von einem Arzt diagnostizieren zu lassen, durch die höheren Lebenserwartungen, nicht zuletzt aber auch durch ungesunde Lebensführung.

Dabei ist anzunehmen, dass auch heute noch zahlreiche Menschen an Diabetes leiden, ohne davon zu wissen oder einer vermuteten Diabetes nicht nachgehen, weil die Anfangsbeschwerden relativ harmlos sind. Die Folgen einer unbehandelten Diabetes können dagegen äusserst gravierend sein, zum Beispiel: Durchblutungsstörungen bis zu Beinamputation, Nierenschäden bis zur Dialyse, Herzerkrankungen bis zum Infarkt, Schlaganfall, Netzhauterkrankungen bis zur Erblindung, Erkrankungen der Nerven u.s.w.

Daher sollte jeder auf frühe Symptome achten und diese ärztlich abklären. Hierzu gehören: starker Durst, vermehrter Harn, Heisshunger trotz Gewichtsabnahme, allgemeine Schwäche, Antriebslosigkeit, nachlassende Libido, Hautjucken (Frauen vor allem im Scheidenbereich), trockene Haut, Hautjucken, Neigung zu eitrigen oder Pilz-Infektionen, besonders wo es feucht ist (Genitalbereich, Zahnfleisch).

Der eigentlichen Ursache, einer verminderten oder gestörten Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse, kann durch ein Bündel von Massnahmen so reguliert werden, dass Folgeschäden weitgehend ausgeschlossen werden.

Hierzu gehören: mässige, aber regelmässige Bewegung, Zurückführung von Übergewicht, Einhaltung eines Ernährungsplanes (Diät). Hinzu kommt bei hohen Blutzuckerwerten und Diabetes Typ 2 eine medikamentöse Behandlung (Tabletten) bei Typ 1 Injektionen mit Insulin.

Wichtig ist vor allem, eine ständige Kontrolle der Blutzuckerwerte (viermal täglich, selbst durchzuführen) und eine Abstimmung des Behandlungsprogramms mit dem Arzt/der Ärztin.

Leider sind viele Patienten von der Komplexität der Behandlung überfordert, wenn es darum geht alle Massnahmen richtig durchzuführen und in vielen Fällen kommt nur deshalb zu gravierenden, ja tödlichen Folgen. Der vernünftigste Schritt ist daher, ein Heilbad aufzusuchen, nit dessen Möglichkeiten den Patienten geholfen wird, sich fern vom häuslichen Stress, mit allen Aspekten der Krankheit optimal vertraut zu machen.

Im Bäder-Führer findet man unter Heilanzeigen und den Stichworten „Diabetes mellitus“ und „Stoffwechselerkrankungen“ (hierzu zählt Diabetes mellitus) 16 bzw. 86 Orte, die sich auf die Beratung und Behandlung von Patienten, die an Diabetes mellitus oder den Folgen erkrankt sind, spezialisiert haben.

Zusammen mit dem Kurarzt wird für jeden Kurgast ein individuell abgestimmtes Behandlungs- und Beratungsprogramm aufgestellt. Hierzu gehört eine eingehende Ernährungsberatung, Massnahmen zur Reduzierung von Übergewicht, Bewegungsprogramme (z.B. Gymnastik, Bewegungsbäder) sowie die Durchführung anderer medizinischer Massnahmen.

In früheren Jahren, als eine Behandlung von schweren Diabetes – Erkrankungen nur unzulänglich möglich war, waren Heilbäder mit stark hydrogencarbonat haltigen Mineralwässern zur Senkung der Übersäuerung des Blutes (Trink- und Badekuren) das Mittel der Wahl. Heute können Thermalbäder (Baden in warmem Wasser) beim Typ 2 blutzuckersenkend wirken.

Bei Durchblutungsstörungen als Folge von Diabetes – Erkrankungen können Bäder in kohlensäurehaltigen Mineralwässern gut Erfolge zeitigen.

Wegen der Komplexität dieser Erkrankung ist eine sorgfältige Abstimmung mit dem Arzt/der Ärztin, Kurarzt/Kurärztin und den Ernährungsberatern von grösster Wichtigkeit. Eine Kur in einem Heilbad bietet daher die Gewähr, dass die individuell notwendigen Massnahmen in Ruhe vermittelt, verstanden, durchgeführt und so eingeübt werden, dass sie zuhause dauerhaft und richtig fortgesetzt werden.

So kann die Lebensqualität am besten gesichert und so mögliche Folgen am besten ausgeschaltet werden. (s.a. Punkt 9 dieses Newsletters)

Weitere Infos finden Sie hier …



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