Gesundheit, Wellness, Medizin

(Fortsetzung unseres Beitrags aus Newsletter vom Bäder-Führer Nr. 61)

War in früheren Zeiten die Trinkkur in einem Kurort oft eine ausschliessliche Therapie, so sieht man sie heute meist als begleitende Behandlung in einem ganzen Massnahmekatalog vor.

Da heute auch die Inhaltsstoffe der Wässer genau bekannt und ihre Wirkung zu klassifizieren sind, kann man Heilwässer medizinisch gezielt und damit besonders wirkungsvoll einsetzen. Man sollte daher nicht – wie es früher oft geschah – auf eigene Faust eine „Leberkur“ machen, sondern sich einem erfahrenen Kurarzt anvertrauen.

Die Anwendung von Trinkkuren ist in einem weitaus grösseren Umfang sinnvoll und angebracht, als allgemeine angenommen. Weil eine ausführliche Darstellung den Rahmen unseres Newsletters sprengen würde, sollen hier nur stichwortartig die für eine Trinkkur infrage kommenden Heilanzeigen erwähnt werden. Nähere Auskünfte geben die Kurverwaltungen:

– Adiposatis Im Rahmen einer komplexen Behandlung können sulfathaltige
Wässer, vor den Mahlzeiten getrunken, zur Appetithemmung
angewendet werden.

– Arterielle Verschlusserkrankung (Schaufensterkrankheit)
Hier kann eine ergänzende Heilwasser-Trinkkur die Fliesseigen-
schaften des Blutes verbessern.

– Colon irritabile
Calciumhaltige Heilwässer werden wegen ihrer
entzündungshemmenden und leicht stopfenden Wirkung eingesetzt.
Günstig wirken auch solche mit hohem Natriumgehalt.

– Blasenentzündung
Trinkkuren mit ausgesuchten Wässern.

– Darmerkrankungen
Bei den meist klassischen, psychosomatischen
Darmerkrankungen kommen calziumhaltige (entzündungshemmend)
oder sulfathaltige (zur Normalisierung der Stuhlfrequenz)
Wässer oft mit Erfolg zum Einsatz, obwohl ihre medizinische
Wirkung bisher nicht einwandfrei erwiesen ist.

– Diabetes Bei der Behandlung der Diabetes II (Altersdiabetes) spielt die Gewichtsreduktion eine wesentliche Rolle. In diesem Zusammen-
hang sind Trinkkuren (wie bei der Behandlung der Adiposatis)
von Bedeutung.

– Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen
Sulfat- und manganhaltige Heilwässer mit eine n Minestgehalt
an Sulfat von 1.200 mg/ L regen den Gallenfluss an und sorgen
für eine eine bessere Kontraktion der Gallenblase. Diese
Wässer wirken überdies entzündungshemmend und normalisierend
auf die Gallenblase.

– Gastritis Bei allgemeinen Magenbeschwerden bewähren sich Wässer mit
hohem Natrium-Hydrogencarbonatgehalt (angewärmt) zur Norma-
lisierung der Magensekretion und -säure, aber auch anregend
auf die Schleimhautdurchblutung.
Bei Magenbeschwerden sollte auf Kohlensäure- und natrium-
haltige Wässer verzichtet werden.

– Gicht Hier sind begleitende Trinkkuren zur Durchspülung der
ableitenden Harnwege zu empfehlen.

– AHB nach der Operation von Harnblasentumoren
Trinkkuren sind angebracht zur Normalisierung der
Nierenfunktion und zur Korrektur der Elektrolysestörung.

– Harninkontinez Auch hier haben sich Trinkkuren als zusätzliches Mittel
bewährt.

– Harnwegsinfektionen
In diesem Fall sind erdige Wässer zu wählen (Calcium-
Magnesium-Hydrogencarbonatwässer, spezifisch eingestellt).
Dagegen sind Kochsalzwässer, Bitterwässer und Glaubersalzwäs-
ser ungeeignet.

– Herzrhythmusstörungen
Unterstützend helfen hier Trinkkuren zur Verbesserung des
Magnesium-Kalium-Spiegels.

– Hypertonie Auch zur begleitenden Behandlung des Bluthochdrucks
haben sich verschiedene Wässer bewährt.

– Hyperurikämie (Gicht)
In diesem Zusammenhang werden Natriumcarbonat-Wässser
zur Säureregulierung des Harns und zur Förderung der
Harnausscheidung empfohlen.

– Kurzdarmsyndrom Die oft vielfältigen Beschwerden nach einer Dünndarmope-
ration lassen sich durch vorsichtig dosierte Heilwässer
oft günstig beeinflussen. Natrium-Hydrogencarbonat-Heilwässer
dienen der Normalisierung der Gallenblasenfunktion (Sulfat-
haltige Wässer). Calciumhaltige Wässer zu den Mahlzeiten
helfen bei der Vorbeugung der Oxalsäure-Harnsteinbildung.

– Lebererkrankungen
Obwohl die Wirkung von Heilwässsern bei Lebererkrankungen
umstritten ist, schwören zahllose Betroffene seit Jahrhun-
derten auf die hilfreiche Wirkung von Trinkkuren.

– Harnsteine In bestimmten Fällen

– Nieren- und Harnwegserkrankungen
Dieses sind die klassischen Indikationen für erfolgreiche
Trinkkuren.

– Oberbauchbeschwerden
Hier helfen natriumcarbonathaltige, natriumchlorid- und
sulfathaltige Wässer

– Obstipation Sulfathaltige Wässer dienen der Verdünnung des Darminhaltes.
Magnesium-Sulfatwässer regen die Peristaltik an.

– Pankreatitis Bei Beschwerden der Bauchspeicheldrüse können sulfathaltige
Wässer hilfreich sein.

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