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Frauen, die unter Depressionen leiden, kommen offenbar früher in die Wechseljahre. Sie erreichen eher als ihre nicht depressiven Geschlechtsgenossinnen die so genannte Perimenopause, in der die ersten unregelmässigen Regelblutungen auftreten. Das berichten amerikanische Mediziner in der Fachzeitschrift Fachzeitschrift „Archives of General Psychiatry (Bd. 60, S. 29). Die Perimenopause beginnt etwa zwei Jahre vor der Menopause, der letzten Menstruationsblutung, und hält noch etwa zwei Jahre an.

Das Team um Bernard Harlow vom Brigham-Frauenkrankenhaus in Boston untersuchte über drei Jahre hinweg mehr als dreihundert Frauen mit einer Krankheitsgeschichte mit Depressionen und über sechshundert Frauen ohne psychische Beschwerden. Depressive Versuchsteilnehmerinnen kamen mit einer um zwanzig Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit früher in die Perimenopause, fanden die Wissenschaftler. Je stärker die Depressionen waren, desto grösser war die Wahrscheinlichkeit, dass sie vorzeitig diese frühe Phase der Wechseljahre erreichten.

Durchschnittlich haben Frauen mit fünfzig ihre letzte Regelblutung. Ob bei depressiven Frauen auch dieser Zeitpunkt der Menopause verfrüht ist, wissen die Forscher allerdings noch nicht. Sollte dem nicht so sein und die letzte Regelblutung im „normalen“ Alter auftreten, könnte das bedeuten, dass Frauen mit Depressionen insgesamt länger unter den Wechseljahren zu leiden haben.

Gerade in der Zeit der Perimenopause sind Frauen besonders anfällig für Depressionen. Frühere Studien hatten bereits ergeben, dass Frauen, die vor dem 47. Lebensjahr die Menopause erreichen, zwei bis dreimal häufiger unter behandlungsbedürftigen Depressionen leiden.

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