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Botulinumtoxin gilt als das beim Menschen am stärksten wirkende Nervengift. Doch es kann auch positive Wirkung zeigen: Durch die Kombination mit einem Protein des Korallenbaums verringert es chronische Schmerzen erheblich “ besser als Morphine. Das berichtet die Zeitschrift „New Scientist“ (19. April, S. 14).

Das hochgiftige Neurotoxin aus dem Bakterium Clostridium botulinum setzen Ärzte heute als gängiges Mittel gegen Falten ein. Britische Wissenschaftler um Keith Foster vom Zentrum für Angewandte Mikrobiologie und Forschung bei Salisbury (England) fanden nun einen weiteren Wirkungsbereich für das Toxin. Sie verknüpften es mit einem Protein aus Korallenbäumen, das sich gezielt an die Oberfläche von Schmerzneuronen anheftet.

Die Wirkung dieses Botox-Korallen-Proteins übertrifft dabei “ zeitlich betrachtet “ deutlich die Wirkung von üblichen Schmerzmitteln wie beispielsweise Morphinen: Während Morphine nur etwa vier Stunden gegen den Schmerz helfen, hält der Effekt des veränderten Botulinumtoxins auch nach neun Tagen noch an.

Normalerweise verhindert das unveränderte Botulinumtoxin, dass bestimmte Neuronen so genannte Neurotransmitter freisetzen, die dem Muskel den Befehl zum Zusammenziehen überbringen. Durch die Kombination mit dem Korallenbaum-Protein hemmt das Gift sehr spezifisch Schmerzneuronen. Nervenzellen etwa des Tastsinns bleiben unbeeinflusst.

Von grossem Interesse ist dieses veränderte Botulinumtoxin für die Behandlung chronischer Schmerzen bei Krebspatienten. Das Team um Keith Foster bereitet gerade erste Studien vor, in denen das Toxin als Schmerzmedikament getestet werden soll.

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