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Bereits eine geringe Senkung des Blutdrucks reduziert deutlich das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls – selbst bei Menschen mit als normal eingestuften Werten. Das haben britische Forscher in einer umfangreichen Studie nachgewiesen. Über ihre Ergebnisse berichten sie in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet (Bd. 360, S. 1903).

In ihrer umfassenden Meta-Studie werteten die Forscher um Sarah Lewington von der Universität in Oxford Daten 61 einzelner wissenschaftlicher Arbeiten aus. Sie analysierten damit die Befunde von etwa einer Million Patienten, die Forschergruppen aus aller Welt aufgezeichnet hatten.

Schon bei normalem Blutdruck bestehe ein höheres Risiko von Schäden an den Gefässen, als es bei niedrigem Blutdruck der Fall sei, berichtet Lewington. Beispielsweise sinkt das Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, bereits um 40 Prozent, wenn ein normaler Blutdruck geringfügig verringert wird. Ausserdem vermindert sich dadurch auch die Wahrscheinlichkeit um 30 Prozent, dass der Patient langfristig eine Durchblutungsstörung der Herzgefässe entwickelt, wiesen die britischen Wissenschaftler nach.

Lewington rät Menschen mit durchschnittlichem Blutdruck, durch einfache Verhaltensregeln ihren Blutdruck leicht abzusenken, beispielsweise, weniger Salz zu sich zu nehmen. Dadurch könnte sich die Anzahl der Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfälle deutlich reduzieren lassen.

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