Gesundheit, Wellness, Medizin

Einigen Patienten mit Hämorriden bereitet der Toilettengang Schmerzen. Sie greifen darum regelmässig zu Abführmitteln, damit der Stuhl weicher wird und ohne Pressen den Darmausgang passiert. Doch das ist keine Lösung. Die Medikamente verstärken das Leiden in vielen Fällen nur. Experten sind überzeugt, dass manches Hämorridalleiden durch Abführmittel sogar ausgelöst wird.

Die meisten Abführmittel – ob pflanzlich oder synthetisch – machen den Stuhl weich – oft gar flüssig wie Durchfall. Der Schliessmuskel muss sich darum beim Toilettengang nicht mehr weiten. So schrumpft er und verengt sich mit der Zeit, erklärt Dr. Alexander Herold vom Enddarm-Zentrum in Mannheim. Die Folge: Das Blut kann aus dem natürlichen, den Schliessmuskel umgebenden Gefässpolster nicht mehr vernünftig abfliessen. Es staut sich und es entstehen Gefässknoten – sprich: Hämorriden.

Zudem regen viele Abführmittel den Darm zu vermehrter Wassersekretion an. Dies führt im gesamten Körper zu einem Mangel an Elektrolyten wie Natrium und Kalium. Gerade Kalium ist für die Muskelfunktion des Darms wichtig. Ist dieser Mineralstoff nur in geringer Menge vorhanden, kommt es zur Muskelschwäche. Für den Transport des Stuhls im Darm sind aber wellenförmige Bewegungen der Darmwand (Peristaltik) notwendig. Bleiben diese wegen Muskelschwäche aus, sind Verstopfungen die Folge. Am Ende führen Abführmittel also dazu, dass sich die Darmträgheit nur noch verstärkt.

Abführmittel führen in einen Teufelskreis

Um weiterhin für regelmässigen und weichen Stuhlgang zu sorgen, müssen die Patienten mehr verdauungsfördernde Arznei nehmen. So entsteht ein Teufelskreis: Es sind immer mehr Abführmittel nötig, um die durch Abführmittel hervorgerufenen Verstopfungen zu bekämpfen. Nur wenn der Patient aufhört, die verdauungsfördernden Medikamente regelmässig zu nehmen, kann er diesen Circulus vitiosus durchbrechen. Die Verdauung lässt sich besser ankurbeln durch eine ballaststoffreiche Ernährung, reichliches Trinken – mindestens zwei Liter pro Tag – sowie tägliche Bewegung. Patienten, die Probleme haben, Ballaststoffe in ihren normalen Ernährungsplan zu integrieren, empfiehlt die Klinik für Dermatologie und Allergologie der Universität Bochum täglich als Beigabe zum Frühstück Weizenkleie oder frisch geschroteten, in Wasser gequollenen Leinsamen.

Wenn der Stuhl trotz Nahrungsumstellung ohne Abführmittel anfangs noch immer hart sein sollte, empfiehlt es sich, 15 Minuten vor dem Stuhlgang ein Glycerinzäpfchen einzuführen. Das verflüssigt den Stuhl nicht: Das Zäpfchen sorgt nur dafür, dass der Stuhl besser gleitet und keine Verletzungen und Schmerzen hervorruft.

Bei andauernden Verstopfungen, die trotz gesunder Lebensweise anhalten, empfiehlt sich in jedem Fall ein Arztbesuch, denn es können auch ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken.

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