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Ballaststoffe rauhen die Schleimhaut auf und regen so die Schleimproduktion im Verdauungstrakt an

Ballaststoffe fördern die Verdauung, weil sie an den Darmwänden raspeln. Die kleinen Verletzungen erhöhen die gesunde Schleimproduktion und veranlassen Schutz- und Reparaturprozesse. Das haben Forscher aus den USA und Japan in Tests an isolierten menschlichen Magenschleimhautzellen und an Verdauungsorganen von Ratten herausgefunden.

Ballaststoffe halten den Darm leistungsfähig und gesund. Warum das so ist, konnten die Forscher nun in ihren Tests zeigen: Die harten und fasrigen Ballaststoffe zerren und reissen auf ihrem Weg durch den menschlichen Verdauungstrakt an den Magen- und Darmwänden. Diese mechanische Beanspruchung führt zu kleinen Rissen und Löchern in den Zellen der Schleimhäute.

Um untersuchen zu können, wie diese Zellen auf eine solche Beanspruchung reagieren, schnitten die Wissenschaftler mit einem Laser kleine Löcher in die Zellwände von isolierten Magenschleimhautzellen und Rattengedärmen. Sie konnten auf diese Weise zeigen, dass Kalziumionen der Zelle als Signalgeber für diese Verletzungen dienen und so den Reparaturmechanismus auslösen. Bei der einsetzenden Heilung sondern die Zellen auch grosse Mengen Schleim ab, beobachteten die Forscher. Im Darm sorgt dieser Schleim dann für eine erhöhte Gleitfähigkeit.

Die hohe Beanspruchung der Zellen des Verdauungssystems führt nach Angaben der Wissenschaftler dazu, dass Schleimhautzellen im Darm nur eine knappe Woche überleben und so ständig erneuert werden müssen. Diese ständige Erneuerung ist eine wichtige Funktion der Ballaststoffe. Eine mögliche Überbeanspruchung durch zu viele Ballaststoffe halten die Forscher für unwahrscheinlich.
Paul McNeil (Medical College of Georgia, Augusta) et al.: PloS Biology, Bd. 4, Artikel e276


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