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Sobald das Quecksilber über 10 Grad steigt, steigt auch die Gefahr für eine Salmonellen-Infektion. Nicht erstaunlich, denn ab dieser Temperatur werden Salmonellemdie Bakterien, die in Eiern, Geflügel, aber auch im Fleisch von Schwein und Wild stecken können, erst so richtig fit und haben eine Überlebenszeit von mehreren Monaten. Über eine halbe Million Erkrankungen werden jährlich gezählt, die meisten im Sommer. Die Erreger sind weit verbreitet.

Salmonellen sind Bakterien, die nach ihrem Entdecker, dem amerikanischen Wissenschaftler David Salmon benannt wurden. Die kleinen Keime wirken oft verheerend: Sie lösen beim Menschen schwere Darminfektionen aus. Solche Salmonellosen, wie der Arzt diese Durchfallerkrankungen auch nennt, treten besonders in den Sommermonaten auf. Risikogruppen sind hauptsächlich Kinder bzw. alte oder geschwächte Menschen, deren Immunsystem überfordert ist.
Salmonellen werden durch Temperaturen ab 70°C aufwärts abgetötet. Durch Einfrieren werden sie nur „in Schlaf“ versetzt. Bei Kühlschranktemperaturen von 7°C vermehren sie sich mäßig, aber bei 10 bis 50°C steigt ihre Anzahl in kurzer Zeit auf Millionen und Abermillionen Salmonellen an, die dann ihr verderbliches Werk betreiben können. Für den Menschen sind zwei der insgesamt 2.500 bekannten Salmonellenerreger in Lebensmitteln besonders gefährlich: Salmonella typhimurium und Salmonella enteritidis. Die Inkubationszeit beträgt 6-72 Stunden (meist 12-36 Stunden) und ist abhängig von der Infektionsdosis.

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Die meisten Fehler passieren auf dem Küchentisch, doch die Infektion lauert nicht nur in der Küche. Wenn man sich im Sommer nach dem Lebensmitteleinkauf etwas mehr Zeit lässt und vielleicht noch Bummeln geht, bevor man die Esswaren in den Kühlschrank bringt, muss man sich über eine Salmonelleninfektion nicht wundern. Ebenso kritisch ist es, wenn man das Buffet fürs Gartenfest bereits 1 bis 2 Stunden vor dem Eintreffen der Gäste in aller Seelenruhe bei warmen Temperaturen aufbaut. Denn die warmen Temperaturen begünstigen die Vermehrung der Bakterien.

Folgende Tipps helfen Ihnen, sich vor Salmonellen zu schützen:

* Halten Sie die Kühlkette ein (z.B. beim Transport der Lebensmittel vom Supermarkt nach Hause).
* Achten Sie auf die Kühlschranktemperatur. Diese sollte im Sommer maximal fünf Grad betragen.
* Waschen Sie Ihre Hände grundsätzlich vor und nach der Speisenzubereitung.
* Wechseln Sie Spül- und Wischlappen sehr häufig oder verwenden Sie Einmal-Küchentücher.
* Verwenden Sie keine Arbeitsplatten aus Holz.
* Spülen Sie Küchengeräte nach Gebrauch heiß ab.
* Achten Sie darauf, dass Auftauwasser von gefrorenem Fleisch oder Fisch nie mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommt.
* Peinliche Sauberkeit ist die einzige Chance, Salmonellen zu entgehen. Bei Verdacht auf eine Infektion konsultieren Sie bitte unbedingt Ihren Arzt.

Tipp: Einige Tropfen Colloidales Silber in Spül- oder Trinkwasser geben.



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