Gesundheit, Wellness, Medizin

Kritik an umstrittener Sonnenstudio-Einstufung der WHO

Seit einigen Tagen geistert eine Meldung durch die Medien: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hätte quasi in einem Aufwaschen, Sonnenlicht und die Besonnung im Sonnenstudio als extrem krebsgefährlich in die IARC Gruppe 1 der Karzinogene (Krebserreger) eingestuft. In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen, Asbest, gesalzener Fisch und Rotwein. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.

Wir leben mit und von der Sonne. Ohne sie wären wir nicht existent. Dass man von zu viel Sonne einen Sonnenbrand bekommen kann, ist nur der Selbstschutz vor der eigenen Unvernunft. Wie bei allen guten Dingen im Leben kommt es auf die Menge an. Ein Glas Rotwein pro Tag hat auf Dauer eine andere Wirkung als ein Doppelliter.

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Die zitierte IARC Gruppe 1 ist vergleichbar mit einer willkürlichen Zusammenfassung von „…alle Autos die mehr als 50km/h fahren können“: Da gibt es welche, die fahren 51km/h und sind ganz einfach beherrschbar und andere bringen es auf 300km/h, mit denen man sich locker ins Jenseits katapultieren kann.

Die Einstufung der IARC ist in der wissenschaftlichen Debatte mehr als umstritten. Eine Reihe der angesehensten internationalen UV-Experten und Vitamin-D-Forscher, haben scharf gegen diese Einstufung Stellung genommen. Die durch das Sonnenlicht unterstützte Bildung von Vitamin D3 ist für unseren Körper lebenswichtig. Sonnenmangel macht krank, lustlos und verkürzt das Leben. Regelmäßige und vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führen zu einem gleichmäßigen gesunden Vitamin-D3-Spiegel im Blut. Er reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch vor Melanomen! Sonnenmangel ist lebensgefährlich!

Fakten A
Die UV-Strahlen der Natursonne sind bereits vor vielen Jahren (1992) in die heute zitierte Gruppe 1 der IARC Liste der potenziell krebserzeugenden Substanzen bzw. Strahlungen aufgenommen worden. Damals war diese Meldung keine Notiz wert. Neu ist nun lediglich, dass die Qualität der Solarien heute bereits sonnenähnliches Licht ermöglicht und dass deshalb eine Besonnung im Solarium dem natürlichen Sonnenlicht entsprechend eingestuft wurde. Nur deshalb ist die Solariensonne auch – wie seit langem die natürliche Sonne – in dieser Liste und Einstufung gelandet. Über den Grad der Gefährdung ist damit nichts ausgesagt.

In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, gesalzener Fisch, Röntgenstrahlen, Asbest, Rotwein und Kampfgase. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.

Kaum jemanden käme ernsthaft in den Sinn, einen schönen Sommertag mit einem Senfgasangriff zu vergleichen. Das aber ist in einigen Meldungen über die Einstufung der Solarien in die IARC Gruppe 1 geschehen.

Genau dieses Headlinedenken aber hat einige Journalisten bewogen, die Sommersensation für 2009 loszutreten: Die Wissenschaftler haben in ihrer trockenen Mitteilung eine solche Einschätzung nicht einmal angedacht.

Japaner bekommen Melanome meist auf den – doch eher sonnenfernen – Fußsohlen. Es gibt aktuell keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass mäßiges Sonnen Melanome verursachen könnte. Diese Meldung wird seit Jahrzehnten immer wieder aus der Mottenkiste geholt.

Es gibt aber Studien, die nachweisen, dass regelmäßiges vernünftiges Sonnen, die Haut vor Melanomen schützen (!) kann. Allerdings wird auch vermutet, dass übermäßiges Sonnen und viele Sonnenbrände im Kindesalter die Bildung von Melanomen fördert.

Alle anderen bekannten Risikofaktoren für das Melanom sind persönliche Erbanlagen.

Regelmäßige, vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führt zu einem gleichmäßigen, gesunden Vitamin D3-Spiegel im Blut. Eine ausreichende Vitamin D3-Versorgung reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch beispielsweise vor dem Melanom (!).

Sonne im Freien oder im Solarium schützt vor chronischen Erkrankungen, darunter Osteoporose, Osteomalazie und Muskelschwäche, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose und TB, Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Nerven- und psychische Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen. Diese Wirkungen sind in der wissenschaftlichen Diskussion nicht oder kaum noch umstritten.

Jährlich wird in etwa 1.000 wissenschaftlichen Studien renommierter internationaler Forschungseinrichtungen, die positive Wirkung der UV-Strahlen von Sonne und künstlicher Besonnung auf den menschlichen Organismus nachgewiesen. Wie erwähnt ist es vor allem die Dosierung, die den Unterschied ausmacht: Ein Glas Wasser an einem heißen Sommertag weckt die Lebensgeister, eine Überschwemmung jedoch hat üble Folgen. Nur die warnende Sensationsmeldung vor dem Glas Wasser lautet dann aber: „Wasser kann tödlich sein!“

Fakten B
Das IARC ist eine Gruppe von Wissenschaftlern der WHO.
Das in Rede stehende Dokument ist keine neue Studie, es ist vielmehr die Zusammenfassung eines Papiers aus dem Jahr 2006, die selbst ein Resümee von 23 Studien war, die bis auf die frühen 1980er Jahre zurückgingen.

Von den genannten 23 Studien wurden 5 wegen unbrauchbarer Daten ausgeschlossen, weitere 6 kamen zum Ergebnis, dass Besonnungen im Solarium das Risiko eines Hautkrebses faktisch reduzieren (!) und 16 Studien wiesen Ergebnisse innerhalb einer überbordenden Fehlergrenze (Schwankungsbreite) aus: Bei der Hochrechnung einer Nationalratswahl würde Jeder einer Prognose skeptisch gegenüberstehen, die einen Kandidaten mit 1% Vorsprung siegen sieht, aber mit einer Fehlerquote von +/- 5% behaftet ist.

Apropos Statistik: Wenn ein Autohändler heuer ein Auto verkauft und im nächsten Jahr zwei, hat er eine 100%-ige Steigerung seines Umsatzes erreicht. Mit dieser Wahrheit kann man schon ordentlich reüssieren! Statistik ist ja geduldig!

So agieren aber leider auch einige Meldungen über Risiken von Melanomerkrankung durch Besonnung im Sonnenstudio.

Da sagt beispielsweise ein Bericht, dass Sonnenliegen das Melanomrisiko um 75% erhöhen: Bei der Überprüfung der Studie stellt man jedoch fest, dass die Autoren in ihrer „Studie“ weder die Intensität der Sonnenexposition der Probanden in der Natursonne, noch deren Hauttypen berücksichtigt haben.

Und dann wird es eben haarig. Denn selbst wenn eine Studie nicht mit verfälschender Absicht erstellt und berechnet wurde, sieht die Risikoberechnung doch etwas anders aus: Wenn beispielsweise das Risiko eines Ereignisses bei 0,013% liegt und dank der fehlerhaften Methode auf 0,023% steigt, bringt das eben die Sensationszahl einer 75%-igen Steigerung!


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