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Weniger Ermüdung und bessere Leistung im Training

Das Kühlen der Handflächen beim Training hilft dabei, länger durchzuhalten und somit die Fitness zu erhöhen. Das berichten Forscher der Universität Stanford auf einem Treffen der „American Heart Association“ http://bit.ly/q3Hygd . Infolge der kühleren Hände sinkt auch die Temperatur des Blutes und der ganze Körper wird gekühlt, wodurch man weniger schwitzt und ermüdet, zeigten sie anhand einer kleinen Untersuchung von Frauen mit Adipositas.

Sieben Zentimeter Taille weniger

Beforscht wurden 24 stark übergewichtige Frauen, die über zwölf Wochen ein Trainingsprogramm absolvierten, das von Liegestütz bis Laufband-Training reichte. Die Frauen trugen eine spezielle Vorrichtung an den Händen, die die Handflächen bei der Hälfte der Teilnehmerinnen auf 16 Grad abkühlte, während die Temperatur bei der anderen Hälfte mit 37 Grad jener des Körpers entsprach. Der Zufall bestimmte, wer welcher Temperatur ausgesetzt wurde, und die Frauen selbst erfuhren nichts darüber.
Die beiden Gruppen lieferten stark unterschiedliche Ergebnisse, allen voran im Training selbst: „Gekühlte“ Frauen legten die 2,4 Kilometer lange Laufstrecke im Schnitt um fünf Minuten schneller zurück, sie hielten bei den Übungen deutlich länger durch und verloren um 7,6 Zentimeter mehr an Taillenumfang als die Vergleichsgruppe. Zudem sank auch ihr Blutdruck in Ruheposition, während sie bei sportlicher Belastung einen höheren Herzschlag erzielten.
Wärmedämmung überlisten
Speziell Menschen mit Übergewicht dürften beim Sport von der Handkühlung profitieren, behaupten die Forscher um Studienleiter Stacy T. Sims. Das überschüssige Fett wirkt für sie wie eine Wärmedämmung, die bei Bewegung rasch zu extremem Schwitzen und zu Ermüdung führt. Gelingt die Kühlung von Innen – wofür bereits das Halten einer kalten Wasserflasche reichen dürfte – so kann man damit dem Unwohlsein entgegenwirken und die Trainingsleistung erhöhen.

Auch Spitzensport kühlt

Hans Holdaus, Direktor des Instituts für medizinische und sportwissenschaftliche Beratung http://www.imsb.at , unterstreicht gegenüber pressetext die Wirkung der Kühlung im Sport. „Auch bei Spitzensportlern versucht man, vor den Bewerben die Körperkern- oder zumindest Außentemperatur zu senken. Besonders bei Bewerben, die an heißen Orten stattfinden – etwa bei den Olympiaden in Athen oder Peking – war dies zu beobachten.“ Die Kühlung gelingt dabei allerdings über die Beine. „Ob schon die Handflächen für einen relevanten Kühleffekt reichen, ist fraglich“, urteilt der Experte.



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