Gesundheit, Wellness, Medizin

Wer bisher gedacht hat, dass er sein Erinnerungs- und Lernvermögen nur durch Denksportaufgaben trainieren kann, muss sich eines besseren belehren lassen. Wissenschaftler am Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien haben festgestellt, dass Mäuse, die sich körperlich betätigen, mehr Gehirnzellen besitzen und schneller lernen als ihre bewegungsarm lebenden Artgenossen.

In einer vorhergehenden Studie aus diesem Jahr hatten Henriette van Praag und ihre Kollegen abereits herausgefunden, dass die Mäuse, die sich sehr viel in ihren Laufrädern bewegen mehr Gehirnzellen im Hippocampus produzieren als diejenigen, die keine Laufräder zur Verfügung haben. Nun haben die Wissenschaftler geprüft, ob mehr Bewegung auch Einfluss auf die Lernfähigkeit der Mäuse hat. Ihre Ergebnisse haben Forscher in den aktuellen Proceedings of the National Academy of Sciences publiziert.

In diesem Versuch setzten die Forscher die Mäuse in dunkles Wasser, unter dessen Oberfläche irgendwo eine Platform versteckt lag. Die eine Hälfte der Versuchsmäuse hatte Laufräder in ihrem Käfig gehabt, die andere Hälfte musste ohne Laufräder auskommen. Mäuse lieben es normalerweise, in ihrem Laufrad herumzurennen – manchmal fünf Kilometer am Tag. Es stellte sich heraus, dass die Mäuse, die regelmässig ihre Kilometer zurückgelegt hatten, schneller verstanden, wo die Platform „begraben lag“. Erstaunlicherweise fanden die Wissenschaftler heraus, dass Mäuse, denen man als körperliche Betätigung den Schwimm- anstelle des Laufsports aufgezwungen hatte, keine verbesserte Denkleistung zeigten. Es scheint also entscheidend zu sein, ob man die Leibesübungen gern ausführt oder sich nur widerwillig körperlich ertüchtigt.

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