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Bei Schlanken verringert sich die Lebensspanne durch Schlemmen nicht. Nach Untersuchungen amerikanischer Forscher an Mäusen ist nicht deftiges Essen einem langen Leben abträglich, wie bislang angenommen, sondern nur das Ansetzen von Fettpolstern.

Seit Jahren ist bekannt, dass Fliegen, Mäuse, aber auch Affen, die nur ein Minimum an Nahrung einnehmen, um bis zu 50 Prozent länger leben als wohlgenährte Artgenossen. Die Forscher sprechen von „Kalorien-Restriktion“. Nach gängiger Theorie senkt die verminderte Nahrungsaufnahme die Bildung giftiger Sauerstoffradikale und verlängert so das Leben.

Die Resultate des Teams um Matthias Blüher widersprechen dieser Theorie. Die Forscher von der Harvard-Medizinhochschule in Boston kreierten gentechnologisch Mäuse, die kaum Fettpolster ansetzen. In deren Fettgewebe fehlen Eiweisse, die das Hormon Insulin erkennen und bei hohem Blutzucker die Bildung von Fettzellen auslösen. Deshalb blieben die Mäuse auch bei reichhaltigem Essen und im Alter schlank.

Für die Versuche liessen die Forscher 250 normale und gentechnologisch veränderte Mäuse unter kontrollierten Bedingungen leben. Beide Gruppen assen gleich viel. Die Gentech-Mäuse aber blieben zeitlebens schlank und lebten um beinahe einen Fünftel länger als ihre pummeligen Artgenossen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Science“ (Bd. 299, S. 572).

Was genau das Leben der Gentech-Mäuse verlängerte, wissen die Forscher nicht. Einen Grund vermuten sie im Zuckerstoffwechsel: Alle normalen Tiere entwickelten im Alter Anzeichen von Diabetes, nicht aber die langlebigen Gentech-Mäuse.

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